Simracing News vom 29. Mai 2026
iRacing Devlog: Das steckt in Season 3 2026
Bild: iRacing - Season 3 bringt neue Fahrzeuge wie den BMW M2 Racing (G87) und den Euro NASCAR RC01
- Laguna Seca wurde komplett neu gescannt, dazu kommen der Qualcomm Circuit in San Diego und weitere Strecken-Updates
- Dirt-KI mit Heat Racing, Anycast-Netzwerk, BoP-System und zahlreiche UI-Neuerungen
- Langfristige Projekte: Karrieremodus, Grafikengine „Spark“, Multithreading-Physik und Audio-Überarbeitung
iRacing hat seinen Devlog für Season 3 veröffentlicht und die kommenden Neuerungen vorgestellt. Der Umfang ist erheblich: neue Fahrzeuge, Strecken, Simulationsverbesserungen und ein Ausblick auf langfristige Projekte.
Neue Fahrzeuge und Updates

Mit dem BMW M2 Racing der G87-Generation kommt ein neues Basisfahrzeug ins Spiel, das die bisherige F87-Version in offiziellen Serien ablöst. Der Euro NASCAR RC01 ist ein V8-Stockcar für europäische Rundkurse wie Brands Hatch, Oschersleben, Paul Ricard oder Zolder – die Physik ist fertig, der Release könnte sich jedoch verzögern, da das Artwork noch in Arbeit ist. Dazu gibt es zwei neue Formula Vee-Varianten als optionales Doppelpack, während die kostenlose Basisversion erhalten bleibt. Der BMW M Hybrid V8 erhält ein kostenloses Evo-Update auf aktuelle Spezifikationen. Weitere Anpassungen betreffen den Dallara IR18 (neue Aero-Optionen für das Indy 500), den Porsche 992.2 (klassisches Scheinwerfer-Tape) sowie ein komplettes Physik-Update für die SK und Tour Modifieds.
Strecken: Laguna Seca neu aufgebaut

Das WeatherTech Raceway Laguna Seca wurde erstmals seit 2008 komplett neu gescannt und von Grund auf neu aufgebaut. Bisherige Besitzer erhalten die neue Version automatisch. Neu im Streckenportfolio ist der Qualcomm Circuit auf der Naval Base Coronado in San Diego, ein Straßenkurs über Landebahn-Beton und Asphaltstraßen mit Flugzeughangars und einem Flugzeugträger als Kulisse. Weitere Updates gibt es für Oschersleben, Magny-Cours, Oran Park und Chicagoland. Komplett-Rescans von Mid-Ohio, Road America und Milwaukee befinden sich in Produktion. Der Circuit Bugatti in Le Mans ist in der Pre-Production, Paul Ricard soll im kommenden Monat gescannt werden. Winchester ist bereits fahrfertig und wird voraussichtlich Ende des Jahres veröffentlicht. Außerdem erhält die Charlotte Dirt Road eine neue Konfiguration ohne Joker-Sektion.
Simulation und UI

Die Dirt-KI startet mit dem Dirt Legends Ford ’34 Coupe und dem Dirt Street Stock, weitere Fahrzeuge folgen schrittweise. Neu ist dabei auch AI Heat Racing im Single-Race-Modus. Das Pitlane-Speedlimit arbeitet jetzt mit einem PID-Controller, der automatisch die Höchstgeschwindigkeit regelt. Ein überarbeitetes Balance-of-Performance-System ermöglicht gezieltere Eingriffe bei Aerodynamik, Gewicht, Leistung, Traktionskontrolle und ABS – das neue Tuning wurde bereits vor dem Nürburgring-24h-Rennen eingesetzt. Für Multiclass-Rennen sind klassenspezifische Pace Cars und gestaffelte Starts in der Testphase. Zudem führt iRacing serienspezifische Sportregeln ein, die Pitstop-Prozeduren und Fahrzeugsysteme wie TC und ABS dynamisch an die jeweilige Serie anpassen.
Im Netzwerkbereich setzt iRacing auf Anycast-Routing, das automatisch den optimalen geografischen Pfad wählt. Das soll für niedrigeren Ping, weniger Paketverluste und besseren Schutz vor DDoS-Angriffen sorgen.
Vier neue dynamische Track-Map-Ansichten (Track Map, Radial Map, Linear Map und Mini Map) zeigen Positionen in Echtzeit. Ein integrierter Tankrechner liefert Kraftstoffstrategien live während der Session, und Control Profiles erlauben das Speichern und Laden von Eingabegeräte-Konfigurationen direkt im UI. Weitere UI-Neuerungen: eine Nass-/Trockenreifen-Anzeige für Gegner, frei skalierbare Widgets per Drag-to-Resize, ein optionaler Incident-Tracker und ein virtueller Spiegel, der sich jetzt frei in der Größe anpassen lässt. Außerdem wird Vereinfachtes Chinesisch als Sprache im Launcher ergänzt.
Langfristige Entwicklung
Beim Karrieremodus setzt iRacing auf realistische Aufstiegswege vom Breitensport bis zur Spitzenklasse mit mehreren regionalen Aufstiegsleitern. Ein ausführlicher Deep Dive soll im nächsten Update folgen. Die Grafikengine Spark nähert sich dem Abschluss der ersten Architekturphase, zwei neue Spezialisten für Beleuchtung und Art-Pipeline sind ins Team gekommen. Im Bereich Physik soll Multithreading die CPU-Last bei vollem Starterfeld um über 50 % senken. Die Oval-Simulation wird ebenfalls weiterentwickelt – im Fokus stehen Streckentemperatur, Gummiabrieb und die Entstehung von Marbles sowie deren Einfluss auf die mechanische Traktion.
Beim Audiosystem hat iRacing das Team um zwei Branchenveteranen erweitert. Vier neue Reverb-Systeme sind in Entwicklung: Track Reverb und Reverb Zones sollen ab Season 4 debütieren, Cabin Reverb und Impulse Responses folgen später. Auch ein Upgrade des Driver Gear soll in der kommenden Season angekündigt werden.
Community-Event: Nürburgring 24h
Im Devlog hebt iRacing auch die diesjährigen Nürburgring 24 Stunden hervor: Die Teilnehmerzahl stieg um 47 % gegenüber dem Vorjahr, insgesamt wurden über 7 Millionen Meilen gefahren. Das reale Pendant war ausverkauft und verzeichnete einen Besucherrekord.
Quellen:
Autor: Christoph
Leidenschaftlicher Webentwickler und seit 2021 begeisterter Simracer mit Fokus auf Rally. Hauptsächlich unterwegs in Richard Burns Rally und neuerdings auch in AC: Rally.