Simracing News vom 29. April 2026
MotoGP 26 im Test: Solide Verfeinerung statt Revolution
Bild: Milestone S.r.l. Zum Release von MotoGP 26 sind die ersten Reviews erschienen – das Fazit fällt einheitlich aus: spielerisch stark, aber zu nah am Vorgänger.
- Neues fahrerbasiertes Handling-Modell sorgt für direktere Steuerung
- Karrieremodus erweitert, aber ohne echte Tiefe in der Progression
- Dynamische KI polarisiert – reagiert zu schnell und wirkt inkonsistent
- Wertungen bewegen sich zwischen 3/5 und 7/10 – gut, aber kein Pflichtkauf für Vorjahresbesitzer
MotoGP 26 von Milestone erscheint heute, am 29. April 2026, für PS5, Xbox Series X/S, PC und Nintendo Switch. Wir haben die wichtigsten internationalen Reviews zusammengefasst, damit ihr wisst, was euch erwartet.
Hier das Revie von Overtake.gg
Fahrgefühl: Mehr Fahrer, weniger Bike
Die größte Neuerung betrifft die Physik. MotoGP 26 setzt auf ein fahrerbasiertes Handling-Modell: Statt das Motorrad direkt zu lenken, steuert ihr den Fahrer und seine Gewichtsverlagerung. In der Praxis fällt der Unterschied zum Vorgänger allerdings geringer aus als erwartet. Traxion beschreibt die Änderungen als „nur marginal anders“, Overtake spricht von einer reaktionsfreudigeren Lenkung, die sich aber nicht dramatisch vom Vorjahr unterscheidet. Im Pro-Modus bleibt das Spiel extrem anspruchsvoll – laut Overtake das schwierigste Controller-basierte Rennspiel auf dem Markt. Im Arcade-Modus hingegen fährt es sich deutlich zugänglicher.
Karrieremodus: Aufgehübscht, aber nicht vertieft
Der Karrieremodus präsentiert sich in einem neuen 3D-Paddock mit Pressekonferenzen, Rivalitäten und Bike-Entwicklung. Klingt vielversprechend, bleibt laut mehreren Reviews aber an der Oberfläche. Traxion kritisiert die fehlende Tiefe in der Progression, die Bike-Entwicklung sei „rudimentär im Vergleich zu F1-Spielen“. Overtake bemängelt, dass Fahrertransfers ab Saison 1 nicht deaktiviert werden können – das Grid wird dadurch schnell unrealistisch. Wer als Marc Marquez starten möchte, muss bei einem der langsameren Teams beginnen statt bei Ducati.
KI und Schwierigkeitsgrad
Die dynamische KI, die den Schwierigkeitsgrad automatisch anpasst, sorgt für gemischte Reaktionen. Overtake berichtet, dass das System zu schnell reagiert und sich Runde für Runde spürbar ändert – teils sogar ausnutzbar, indem man im Qualifying absichtlich langsam fährt. Traxion kritisiert zusätzlich die Fahrlinie und das Defensivverhalten der KI-Gegner als unlogisch.
Grafik, Sound und Drumherum
MotoGP 26 läuft auf der Unreal Engine 5 und sieht ordentlich aus – ein großer Sprung zum Vorgänger ist es grafisch allerdings nicht. Positiv fällt das überarbeitete Sounddesign für Moto2 und Moto3 auf. Neue Nebenaktivitäten wie Production Bike Races und Sammelkarten (illustriert von Ranka Fujiwara) sind nette Ergänzungen, wirken aber laut Reviews unterentwickelt. Der Flat-Track-Modus überzeugt erneut nicht.
Wertungen im Überblick
- Overtake: 3 von 5 Sternen
- Traxion: 7 von 10
- Gamereactor: 7 von 10
Das Fazit der Tester deckt sich weitgehend: MotoGP 26 ist das technisch beste Spiel der Reihe und für Neulinge eine klare Empfehlung. Wer allerdings MotoGP 25 besitzt, bekommt zu wenig Neues geboten. Gamereactor bringt es auf den Punkt: „Wenn du MotoGP 26 gestartet und gesagt hättest, es sei MotoGP 25, hätte ich keine Sekunde dagegen argumentiert.“
Quellen:
Autor: Christoph
Leidenschaftlicher Webentwickler und seit 2021 begeisterter Simracer mit Fokus auf Rally. Hauptsächlich unterwegs in Richard Burns Rally und neuerdings auch in AC: Rally.